Sister Act – Eine himmlische Karriere


(Originaltitel: Sister Act)


Der Film ist z. B. bei Amazon auf DVD*, auf Blu-ray* und als VoD*, sowie als Doppel-DVD* mit „Sister Act 2“ erhältlich.


Regisseur: Emile Ardolino

Darsteller: Whoopi Goldberg, Maggie Smith, Kathy Najimy, Mary Wickes, Wendy Makkena

FSK: freigegeben ab 6 Jahren

Laufzeit: 96 Minuten

Ersterscheinung in Deutschland: 1992

Genre: Krimikomödie, Musikfilm, Familienfilm


Themen: Glauben praktisch leben, kirchenferne Menschen ansprechen




















Inhalt:

Deloris van Cartier (Whoopi Goldberg) tritt mäßig erfolgreich als Sängerin im Nachtclub ihres verheirateten Liebhabers Vince (Harvey Keitel) in Reno auf. Als sie Zeugin eines Mordes ihres Liebhabers wird, flieht sie vor dessen Handlangern und landet schließlich bei Ltd. Souther (Bill Nunn) von der Polizei. Da Vince ein Kopfgeld auf sie ausgesetzt hat, versteckt Souther Deloris in einem Kloster in San Francisco. Die dortige ehrwürdige Mutter (Maggie Smith) ist ebenso wenig begeistert von der Anwesenheit der Sängerin wie Deloris selbst, aber da ihrem Konvent aufgrund der schlechten finanziellen Situation die Schließung droht und sie von der Polizei eine großzügige Spende für die Unterbringung von Deloris erhalten, nimmt sie Deloris unter dem Namen Schwester Mary Clarence als falsche Nonne auf. Doch Mary Clarence sorgt mit ihrem für eine Nonne mehr als unüblichem Verhalten nicht nur für Verwirrung bei den anderen Nonnen, sondern bringt mit ihren verrückten Ideen auch neuen Schwung ins Kloster. Während die beiden Nonnen Mary Patrick (Kathy Najimy) und Mary Robert (Wendy Makkena) begeistert von der Neuen sind, sieht die ehrwürdige Mutter in Mary Clarences Verhalten eine Gefahr für ihre Schutzbefohlenen. Als Mary Clarence gezwungenermaßen dem grauenhaft singenden Nonnenchor beitritt, tritt sie ungewollt in Konkurrenz zur Chorleiterin Mary Lazarus (Mary Wickes). Doch unter der Leitung von Mary Clarence gelingt es dem Chor nicht nur, gemeinsam und wohlklingend zu singen, sondern auch mit moderner Musik inklusive Tanzeinlagen wieder kirchenferne Menschen in den Gottesdienst zu bekommen. Die ehrwürdige Mutter ist entsetzt, kann aber nicht verhindern, dass ein allgemeiner Aufbruch im Kloster vonstatten geht: Die Nonnen beginnen ihre Klostermauern zu verlassen und im ganzen Stadtviertel präsent zu werden. Doch die plötzliche Berühmtheit des Konvents bringt Deloris auch erneut in Gefahr. Aber als Ltd. Souther Deloris aus dem Kloster fortbringen möchte, bringt diese es nicht über sich, ihre „Schwestern“ alleine zurück zu lassen, insbesondere angesichts des anstehenden Besuchs des Papstes in ihrer Kirche. Letztlich ist es jedoch ein Leck im Policedepartment, das Vince wieder auf den Plan ruft. Seine Handlanger entführen Deloris und bringen sie zurück in Vinces Club nach Reno. Doch die ehrwürdige Mutter und alle ihre Nonnen reisen ihnen nach um „Mary Clarence“ zu retten.


Das kommt rüber:

Die Nonnen in St. Katherine’s leben zu Beginn des Filmes abgeschottet von der Außenwelt, in der so viele „Gefahren“ lauern. In einem Gottesdienst stellt Monsignore O’Hara in seiner Predigt die Frage: „Warum finden die Kinder Gottes nicht mehr zu uns?“ Der Film gibt eine deutliche Antwort: Sobald Deloris die Chorleitung übernommen hat und die Musik dem aktuellen Musikgeschmack angenähert. Dies hat nicht zur Folge, dass die Inhalte verwässert werden, sondern nur in eine Sprache „übersetzt“ werden, die die Menschen verstehen. Der zweite Schritt, den die Nonnen mit Deloris’ Hilfe wagen, ist, unter die Menschen zu gehen und nicht mehr nur für sich zu bleiben. Und sie gehen nicht nur unter die Menschen aus ihrem Stadtviertel, sie zeigen auch ganz praktisch ihren Glauben in gelebter Nächstenliebe und Hilfe für ihre Mitmenschen. Leider ist die Ausgangssituation der Nonnen in viel zu vielen christlichen Gemeinden der Alltag: Man bleibt lieber unter sich aus Angst vor den Gefahren der Umwelt, statt Jesus’ Vorbild nachzueifern und in die Welt hinauszugehen und seine Liebe weiterzugeben. Somit kann „Sister Act“ für alle Christen eine Ermutigung sein, ihre christliche Komfortzone zu verlassen und ihren Glauben praktisch in die Tat umzusetzen. Zugleich zeigt der Film aber auch die Geschichte von Deloris, die sich anfangs mit Händen und Füßen gegen alles wehrt, was mit dem Glauben zu tun hat, aber mit der Zeit erkennen darf, dass der Glaube doch viel mehr zu bieten hat, als man auf den ersten Blick vielleicht erkennen kann. Somit macht sich vielleicht auch manch ein Zuschauer des Filmes, der sonst nichts (mehr) mit dem christlichen Glauben am Hut hat, wieder einmal ein paar Gedanken dazu und gibt Christen vielleicht eine neue Chance, etwas von ihrem Glauben weiterzugeben.


Geeignet für /nicht geeignet für:

Der Film ist durch das Klosterambiente katholisch geprägt, jedoch sind die Aussagen nicht konfessionsgebunden, sondern allgemein christlich zu verstehen. Whoopi Goldberg läuft hier zu Höchstleistungen auf, weshalb der Film ein absolutes Muss für alle Whoopi-Fans ist. Aber auch Komödien-Fans im Allgemeinen kommen hier super auf ihre Kosten. Die Mischung aus Krimi, Musikfilm und Komödie bietet gute Unterhaltung für die ganze Familie.


Meine persönliche Meinung zu dem Film:

„Sister Act“ ist ein absoluter Klassiker. Ich weiß gar nicht mehr, wie alt ich war, als ich den Film zum ersten Mal gesehen habe. Seither sind auf jeden Fall viele Male gefolgt und doch bietet er jedes Mal aufs Neue großartige Unterhaltung. Auch wenn die Intention hinter diesem Film vielleicht nicht die war, den christlichen Glauben weiterzugeben, so ordne ich ihn denoch als einen christlichen Film ein, da er durchaus christliche Aussagen hat. Auch das Musical (ich hatte die außerordentliche Freude, eine der wenigen Aufführungen mit Whoopi Goldberg als ehrwürdige Mutter in London zu sehen), ist definitiv einen Besuch wert, auch wenn die Geschichte hier teilweise leicht abgeändert wurde.

christlicher Inhalt

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christliche Werte

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Unterhaltungswert

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Gefühl

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Romantik

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Humor

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Familie

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Spannung

*****

Action

*****

Anspruch

*****

Happy-End

*****

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Vorstellung und Rezension

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