Luther


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Regisseur: Eric Till

Darsteller: Joseph Fiennes, Alfred Molina, Jonathan Firth, Claire Cox, Sir Peter Ustinov, Bruno Ganz, Uwe Ochsenknecht

FSK: freigegeben ab 12 Jahren

Laufzeit: 121 Minuten

Ersterscheinung in Deutschland: 05/2004

Genre: Drama, Historienfilm, Filmbiografie


Themen: Reformation, Erlösung allein durch Jesus




















Inhalt:

1507: Der junge Martin Luther (Joseph Fiennes) ist nach einem Versprechen an Gott, dass er während eines Gewitters gab, Mönch und Priester geworden. Seine Familie ist davon alles andere als begeistert. Und Martin selbst verzweifelt an der Suche nach einem liebevollen Gott und fürchtet um sein Seelenheil. Johann von Staupitz (Bruno Ganz), Luthers Beichtvater und „Mentor“, ermutigt den gepeinigten Luther, seinen Blick auf Jesus zu richten und darin Gottes Liebe und Gnade zu erkennen.

Auf einer Reise nach Rom erlebt Martin, wie dort mithilfe von Reliquien und rituellen Handlungen der Glaube und insbesondere die Hoffnung auf weniger Jahre im Fegefeuer für Geld verschachert werden. Nachdem Luther nach dieser Reise noch mehr Fragen und Zweifel quälen, schickt Staupitz ihn nach Wittenberg um dort zu predigen, aber auch um sich mit dem Neuen Testament zu beschäftigen und Doktor der Theologie zu werden. Staupitz hofft, dass Luther hierbei Antworten auf seine Fragen findet. Doch in Wittenberg kommen Luther noch mehr Zweifel an der Katholischen Kirche: Ist Jesus Christus tatsächlich an die katholische Kirche gebunden? Und steht die Kirche über der Bibel selbst?

Luther erkennt, dass Jesus unser Erlöser ist und dass Gott somit ein Gott der Gnade und Barmherzigkeit ist.

Während Luthers Professor Karlstadt (Jochen Horst) mit der Zeit mit Wohlwollen auf Luther schaut, der inzwischen Doktor der Theologie geworden ist, sind andere überhaupt nicht begeistert davon, wie Luther katholischen Brauchtum infrage stellt. Spalatin (Benjamin Sadler) warnt Luther eindringlich, nicht weiter über Reliquien und Ablasshandel zu spotten, da ihr gemeinsamer Brötchengeber, der Kurfürst Friedrich der Weise (Sir Peter Ustinov) für seine umfangreiche Reliquiensammlung bekannt ist. Doch Luther lässt sich nicht beirren.

Derweil wird Papst Leo X (Uwe Ochsenknecht) in sein Amt gewählt. Sein Traum vom Petersdom verlangt nach viel Geld, das der Ablassverkäufer Johann Tetzel (Alfred Molina) mit in der Bevölkerung geschürten Ängsten eintreiben soll. Luther ist entsetzt. Er verfasst seine 95 Thesen und nagelt sie an die Tür der Schlosskirche. Als die Menschen sich mit dem Inhalt der Thesen beschäftigen, brechen die Einnahmen von Tetzel ein, was bis zum Papst durchdringt. Martin wird vom Papst vor den Kardinal zitiert. Doch anstatt seine Thesen zu widerrufen beharrt Luther auf seiner Ansicht, dass die Kirche kein Geld mit der Angst der Bevölkerung eintreiben darf. Anschließend fordert der Kardinal, dass Kurfürst Friedrich Luther an Rom übergibt oder ihn aus Sachsen verbannt. Doch dieser weigert sich. Friedrich weiß, dass wenn er Luther übergibt, dies das Todesurteil für ebendiesen bedeuten würde. Auch als der Papst versucht, Friedrich mit einer besonderen Auszeichnung zu bestechen, gibt dieser nicht klein bei.

Der derweil exkommunizierte Luther, dessen Schriften verboten und vielerorts verbrannt wurden, erhält durch Friedrichs Einsatz freies Geleit zu einer Anhörung in Worms, die er ansonsten wohl kaum lebend erreicht hätte, da ein hohes Kopfgeld auf ihn ausgesetzt wurde. Doch auch dort weigert er sich, seine Kritik an den Praktiken der Kirche zu widerrufen. Mit seinen Worten führt Martin zu einer Spaltung der Zuhörer und gewinnt immer mehr Menschen für sich. Kurfürst Friedrich ist klar, dass Luther seine Heimreise nicht überleben würde, weshalb er ihn entführen lässt und auf der Wartburg verstecken lässt. Dort beginnt Luther seine Bibelübersetzung ins Deutsche.

Doch während Luther für tot gehalten wird, versucht Karlstadt die Revolution, die er für in Luthers Sinn hält, fortzusetzen. Doch die Bauernaufstände kosten viele Menschen auf beiden Seiten der Auseinandersetzungen das Leben. Als Luther sich als Junker Jörg verkleidet unters Volk mischt, ist er entsetzt, wie seine Worte missverstanden werden. Er spricht sich klar gegen die Aufstände aus, aber ist auch entsetzt, als die Herrschaften die Aufständigen einfach abschlachten.

Während Luther noch um all die Menschen trauert, taucht eine Gruppe von Frauen auf, die aus einem Kloster geflohen sind. Eine der Frauen ist Katharina von Bora (Claire Cox). Sie und Martin verlieben sich und heiraten allen inneren und äußeren Widerständen zum Trotz.

1530 werden Luther und seine Anhänger nach Augsburg geladen um von ihrem Glauben Zeugnis abzulegen. Trotz der Gefahren, die dort lauern, sieht Luther darin auch eine Chance, „in der Hölle zu predigen“. Auch wenn seine Mitstreiter ihn nicht mit nach Augsburg ziehen lassen wollen, so ermutigt Luther sie doch, dort ihr Glaubensbekenntnis abzulegen. Und so erklären die Fürsten, die von Luthers Lehre überzeugt sind, vor Kaiser und Klerus, dass sie weder lutherischen Priestern das Predigen verbieten, noch die von Luther ins Deutsche übersetzte Bibel verbieten werden. Selbst als der Kaiser ihnen mit Krieg droht, geben sie nicht nach. Sie erklären demütig, dass sie sich lieber von ihm köpfen lassen, als ihren Glauben zu verleugnen. Als der Kaiser sich schließlich das Glaubensbekenntnis der Lutheraner anhört, öffnet dies das Tor zur Religionsfreiheit.


Das kommt rüber:

Der Film erzählt von Leben und Wirken Martin Luthers. Davon, wie Luther die Katholische Kirche ursprünglich reformieren wollte und wie dies schließlich zur Spaltung der Kirche führte. Davon wie die blutigen Bauernaufstände unter Berufung auf Martin Luther stattfanden und viele tausende Opfer forderten. Aber auch davon, das Luther keine Gewalt wollte, sondern lediglich Missstände innerhalb der Kirche anprangerte um den Menschen den Gott zu zeigen, den er selbst in seinem Bibelstudium erkannte: Einen Gott, der barmherzig und liebevoll ist, bei dem wir uns keine Erlösung erkaufen oder erarbeiten können oder müssen, sondern diese Erlösung bereits durch Jesus’ Opfer erhalten können.


Geeignet für /nicht geeignet für:

„Luther“ zeigt einen Teil der deutschen aber auch der Welt-Geschichte. Somit ist der Film für alle historisch Interessierten geeignet. Aber natürlich haben Luthers Wirken und seine Erkenntnisse Auswirkungen auf die heutige Welt, weshalb die Geschichte, die hier wiedergegeben wird, auch noch aktuelle Relevanz hat.


Meine persönliche Meinung zu dem Film:

Dieser Film erzählt Luthers Leben mitsamt Höhen und Tiefen, Glaube und Zweifel. Sehr schön an diesem Film finde ich, dass Luther hier nicht verklärt als jemand dargestellt ist, der zu jeder Zeit voll und ganz von sich und seiner Mission überzeugt ist. Im Gegenteil, Luther wird hier in seiner ganzen menschlichen Zerrissenheit gezeigt. Seine Zweifel an seiner Heilsgewissheit in jungen Jahren, ebenso wie die Schrecken darüber, zu was seine Worte indirekt mit den Baueranaufständen sowie deren Niederschlagung geführt haben, zeigen, dass Luther ein gewöhnlicher Mensch war, der durch seinen Glauben den Mut bekam, gegen das Falsche in Kirche und Gesellschaft aufzustehen.

christlicher Inhalt

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christliche Werte

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Unterhaltungswert

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Gefühl

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Romantik

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Humor

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Familie

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Spannung

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Action

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Anspruch

*****

Happy-End

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Vorstellung und Rezension

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