Der Gott, der mich sieht

Hagar - Die Fremde


Der Film ist z. B. über AMAZON als DVD* erhältlich.


Regisseur: Martin Nowak

Darsteller: Mirjana Angelina

FSK: freigegeben ab 6 Jahren

Laufzeit: 32 Minuten

Ersterscheinung in Deutschland: 12/2012

Genre: Theaterstück, Filmbiografie, geschichtsbezogener Film, Drama


Themen: Gott hält seine Versprechen, Gott (er)hört,




















Inhalt:

Hagar (Mirjana Angelina) ist mit ihrem Sohn Ismael in der Wüste unterwegs. Sie haben kein Essen und kein Trinken mehr und Hagar hat keinerlei Hoffnung mehr, dass ihr Kind dies überleben wird. Als ägyptische Tochter einer Sklavin lernte sie schon früh, keine eigenen Entscheidungen treffen zu dürfen. Und so wurde sie die Sklavin der reichen Sarai, die mit ihrem Mann Abrahm durch die Wüste zog. Doch auch wenn Sarai eine wunderschöne Frau war, so hatte sie doch ein großes Leid zu tragen: sie konnte keine Kinder bekommen. Eines Tages fragte Sarai ihre junge Sklavin Hagar, ob sie bereits gebärfähig sei. Hagar machte sich schon Hoffnungen, ihre Herrin könnte vorhaben, sie zu verheiraten, wodurch sie endlich ihren Status als „die Fremde“ ablegen könnte.

Doch es kam anders: Sarai schickte Hagar ins Zelt ihres Mannes Abrahm, damit Hagar an Sarais Stelle von ihm schwanger würde und gewissermaßen als Leihmutter Sarai und Abrahm einen Nachkommen schenkte. Da Sarai nicht glaubte, selbst noch ein Kind gebären zu können, sollte Hagar als Sarais Eigentum für die Erfüllung einer göttlichen Verheißung sorgen. Hagar wusste, dass durch diese eine Nacht mit dem Patriarchen alle Hoffnungen auf eine eigene Heirat zunichte gemacht wurden.

Einen Monat nach besagter Nacht wusste Hagar, dass sie tatsächlich schwanger geworden war. Das Wissen darum, dass sie Abrahm den Nachkommen schenken würde, den er sich so sehnlichst wünschte, erfüllte sie mit Stolz und auch mit Hochmut gegenüber Sarai, der dies in ihrem langen Leben nicht gelungen war. Doch Sarai ließ sich das nicht gefallen. Sie lässt sie hart arbeiten und immerzu spüren, dass sie nur die Fremde, die Sklavin ist. Hagar ergriff die Flucht und versuchte sich zurück nach Ägypten durchzuschlagen. Doch in der Wüste drohte sie zu verdursten und aus Angst, ihr Kind zu verlieren schrie Hagar zum Gott des Mannes, dessen Kind sie im Leibe trug. Und Gott antwortete ihr. Hagar konnte es kaum glauben: Der, der da zu ihr sprach, das ist der Gott, der sie wirklich sieht, selbst in ihren schlimmsten Stunden. Auf Gottes Geheiß ging Hagar zurück in das Lager von Abrahm und Sarai und brachte dort ihren Sohn zur Welt. Ismael wuchs als Sohn von Abrahm und Sarai heran.

Doch dann kamen die großen Neuigkeiten: Abrahm und Sarai hatten eine erneute Verheißung bekommen: Sarai, die von nun an Sara hieß, sollte von Abrahm, der den neuen Namen Abraham bekommen hatte, tatsächlich trotz ihres hohen Alters noch schwanger werden. Doch Sara sah in Ismael eine Bedrohung für ihren Sohn Isaak und sorgte dafür, das Abraham Hagar mit Ismael fortschickte. Und so kam es zu Hagars aktuellen Umständen. Hagar gerät ins Zweifeln. Gilt Gottes Verheißung für sie und Ismael („Gott erhört“) denn nun nicht mehr? Sie schreit wieder verzweifelt zu Gott und Gott lässt sie beide überleben und hält sein Versprechen Hagar gegenüber.


Das kommt rüber:

Der Film erzählt die Geschichte der Sklavin Hagar, die als Eigentum ihrer Herrin keinerlei Mitspracherecht bei ihrer eigenen Lebensplanung hat. Auf Geheiß ihrer Herrin muss sie mit deren altem Mann schlafen um den ersehnten Stammhalter zur Welt zu bringen. Doch als sie dann schwanger wird und deshalb hochmütig wird, wird sie von ihrer eifersüchtigen Herrin gedemütigt, sodass sie schließlich aus dem Lager flieht. In ihrer größten Not entscheidet sie sich, zu dem ihr eigentlich fremden Gott Abrahams zu beten und er erhört ihren verzweifelten Hilfeschrei. Von Gott ermutigt kehrt Hagar ins Lager zurück, wo sie Ismael, dessen Name „Gott erhört“ bedeutet, zur Welt bringt. Doch als ihre Herrin dann selbst einen Sohn zur Welt bringt, will sie Ismael, der ihrem Sohn Isaak das Erbe streitig machen könnte, nur noch loswerden. Und so findet sich Hagar erneut in der Wüste wieder. Ihr Sohn, der laut Gottes Verheißung Stammvater eines großen Volkes werden sollte, droht zu verdursten. Nun ist erneut Hagars Glaube an diesen Gott gefragt, der sie schon einmal rettete.


Geeignet für /nicht geeignet für:

„Der Gott, der mich sieht“ ist sehenswert für alle, die sich einmal ausführlicher mit der sonst schnell überlesenen Figur der Hagar beschäftigen möchten. Die Geschichte ist die einer starken, letztlich alleinerziehenden Mutter, die schwanger wurde und es sich zur Lebensaufgabe machte, sich um ihren Sohn zu kümmern. Ich würde den Film besonders Christen empfehlen, die bereits ein gewisses Vorwissen über die Zusammenhänge der Geschichte rund um Hagar haben, auch wenn in dem Stück sehr viele Hintergrundinfos miteingeflochten sind.


Meine persönliche Meinung zu dem Film:

Mirjana Angelina schafft es über dreißig Minuten alleine den Zuschauer in ihren Bann zu ziehen. Auch wenn es einen jungen gibt, der mit ihr auf der Bühne ist, so spielt der doch nur den bereits stark geschwächten Ismael, der quasi bereits im Sterben liegt. Somit kann man sagen, dass es sich trotzdem um ein Ein-Frau-Stück handelt, dass Mirjana Angelina da zum Besten gibt. Man merkt, dass sie beim Schreiben des Stückes gut recherchiert hat und auch in der Umsetzung lassen sich keine Mängel verzeichnen.

christlicher Inhalt

*****

christliche Werte

*****

Unterhaltungswert

*****

Gefühl

*****

Romantik

*****

Humor

*****

Familie

*****

Spannung

*****

Action

*****

Anspruch

*****

Happy-End

*****

Vorstellung und Rezension

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