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Vorstellung und Rezension

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Dein Reich komme


(Originaltitel: Return to the Hiding Place)


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Regisseur: Peter C. Spencer, Josiah Spencer

Darsteller: John Rhys-Davies, Mimi Sagadin, Craig Robert Young, David Thomas Jenkins

FSK: freigegeben ab 12 Jahren

Laufzeit: 138 Minuten

Ersterscheinung in Deutschland: 09/2016

Genre: Drama, Thriller, geschichtsbezogen, Kriegsfilm, Filmbiografie, Literaturverfilmung

Basierend auf dem Buch von: Hans Poley


Themen: Corrie ten Boom, Nationalsozialismus, Widerstand, Gott mehr gehorchen als dem Staat, 2. Weltkrieg in den Niederlanden, christliche Gewissenskonflikte




















Inhalt:

Haarlem 1940: In den von den Nazis (u. A. Stass Klassen) besetzen Niederlanden regt sich unter den Studenten Widerstand. Einer ihrer Anführer ist Piet Hartog (Craig Robert Young), der zunächst in erster Linie gegen die Machtübernahme der Deutschen in den Niederlanden kämpft. Doch seine Verlobte Aty van Woerden (Rachel Spencer Hewitt) bittet ihn, seine Kontakte zum Widerstand auch dafür einzusetzen, die niederländischen Juden in Sicherheit zu bringen. Ihr besonderes Anliegen sind jüdische Waisenkinder, die sie zu beschützen versucht.

Student Hans Poley (David Thomas Jenkins) begibt sich ebenfalls in den Widerstand. Um nicht geschnappt zu werden, kommt er bei Corrie ten Boom (Mimi Sagadin) und ihrer Familie unter, die über die Zeit zahlreichen Menschen Unterschlupf gewähren, die von den Nazis verfolgt werden, so zum Beispiel auch dem jüdischen Kantor Eusi (John Rhys-Davies).

Mit der Zeit wird es immer schwieriger zwischen Freund und Feind, Unterstützer und Verräter zu unterscheiden. Als Hans verhaftet wird, wird er brutal verhört und schließlich in ein Konzentrationslager gebracht. Doch selbst in der Haft erlebt er Gottes Beistand und Wunder.

Piet führt derweil den Widerstand weiter. Als die Widerständler von dem Plan der Nazis erfahren, die Kinder des jüdischen Waisenhauses abzuholen, indem Aty mitarbeitet, starten sie eine Rettungsmission, um die Kinder noch aus dem Haus zu holen. Die Kinder können gerettet werden, doch in der Folge wird Piet gefasst und schließlich hingerichtet. Zuvor findet er jedoch Frieden im Glauben an Gott und der Gewissheit, dass aufgrund von Gottes Liebe nach seinem Tod ewiges Leben ohne Gewalt auf ihn wartet.

Hans dagegen kommt mit Hilfe eines Arztes aus dem Konzentrationslager frei und kann in den kurz darauf durch die Alliierten befreiten Niederlanden sein Leben fortsetzen, ohne jedoch jemals all seine Freunde und Mitstreiter zu vergessen, die im Kampf gegen die Nazis ihr Leben ließen.


Das kommt rüber:

„Dein Reich komme“ erzählt die spannende (und im Falle von Piet Hartog und Hans Poley bislang eher unbekannte) Geschichte von Menschen, die bereit waren, ihr Leben aufs Spiel zu setzen um anderen zu helfen und sich gegen die Nazis zur Wehr zu setzen.

Gleich zu Beginn erklärt der Studentensprecher Frans van Hasselt unter Todesgefahr für sich und seine Angehörigen, im Angesicht der Nazis und in Anwesenheit unzähliger Studenten, dass seine Treue nicht den Nazis gehöre, sondern allein dem Reich des Himmels. Auch für die ten Booms und Hans Poley ist ihre christliche Überzeugung der Antrieb für ihren Einsatz.

Hans’ Motivation ist die Nachfolge Jesu, der für Fremde gestorben ist, auch für diejenigen, die ihn hassten. Deshalb ist auch er bereit, sein Leben für andere aufs Spiel zu setzen. Das Mitleiden mit Unschuldigen und Verletzten ist für ihn selbstverständlich, die christliche Wahrheit keine (rein theoretische) Religion. Es geht dabei vielmehr um den Kampf gegen das Reich der Finsternis. Hans erlebt aber auch bei christlichen Gemeinden, dass diese nicht bereit sind, sich für die Juden einzusetzen. Begründet wird dies dort damit, dass Paulus in der Bibel dazu auffordert, geltendes Recht zu achten. Hans argumentiert dagegen, dass der Massenmord an Gottes Volk wohl kaum rechtens sei.

Auch im Hause der ten Booms wird ein Glaubens-Dilemma diskutiert. Sie wollen eigentlich nicht gegen das biblischen Gebot, nicht zu lügen, verstoßen, doch sie erkennen, dass es Situationen gibt, in denen der Verstoß gegen Gebote auch in Gottes Augen richtig ist, nämlich wenn es um den Schutz von Menschenleben geht: So zum Beispiel bei den Hebammen im alten Ägypten, die dem Befehl des Pharaos, alle männlichen Hebräer direkt nach der Geburt zu töten, nicht nachkamen und dann den Pharao anlogen. Aus diesem Grund erkennen sie, dass das Überleben ihrer Schützlinge wichtiger ist als die Wahrheit zu sagen, sollten sie nach versteckten Juden gefragt werden.

Piets Motivation zum Widerstand ist zunächst nicht dieselbe wie die von Hans und den ten Booms. Doch am absoluten Tiefpunkt seines Lebens findet er zum Glauben. Vor seiner Hinrichtung hat er die feste Gewissheit erlangt, dass nichts auf dieser Welt uns Gottes Liebe nehmen kann und ihn nach seinem Tod ewiges Leben bei Gott und ohne Gewalt erwarten.

Das Fazit des Filmes ist letztlich, dass die Niederlande nicht durch eine Armee in schimmernder Rüstung dem Bösen standgehalten hat, sondern durch den mutigen Einsatz einiger weniger, die sich angetrieben durch Glaube und Hoffnung dem Bösen mutig entgegengestellt hatten.


Geeignet für /nicht geeignet für:

Dadurch, dass der Glaube hier nicht aufgesetzt wirkt, sondern die wahren Ereignisse in Haarlem erzählt werden, zu denen eben auch der überzeugte Glaube von einigen Personen gehörte, ist der Film meines Erachtens nach nicht nur für Christen geeignet. Die Ereignisse sind natürlich aufgrund der Weltkriegsthematik ziemlich heftig, sodass „Dein Reich komme“ nichts für schwache Nerven ist.


Meine persönliche Meinung zu dem Film:

Während „Die Zuflucht“ die Geschichte der ten Booms in den Vordergrund stellt, legt „Dein Reich komme“ einen weiteren Schwerpunkt auf die Widerstandskämpfer rund um Piet Hartog und Hans Poley. Während die ten Booms möglichst im Geheimen handelten, bietet Piets und Hans’ Geschichte mehr Action. Doch was alle Handelnden miteinander verband, war, dass sie aktiven Widerstand gegen die Nazis leisteten und sich für diejenigen einsetzten, die von den Nazis verfolgt wurden. Ich war vor einigen Jahren in der Haarlem, der Heimatstadt der ten Booms. Ihr ehemaliges Wohnhaus ist heute ein Museum, in dem man ihre Geschichte vor Ort erfahren kann. Die Liebe, die diese Familie anderen Menschen entgegenbrachte und das Leid, dass sie deshalb erleben mussten, aber auch die Hoffnung, die sie lebten und weitergaben, rührte nicht nur mich zu Tränen. Wer mal dort in der Gegend ist (problemlos in kurzer Zeit mit dem Zug von Amsterdam aus erreichbar), dem lege ich dieses Museum sehr ans Herz.

christlicher Inhalt

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christliche Werte

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Unterhaltungswert

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Gefühl

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Romantik

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Humor

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Familie

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Spannung

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Action

*****

Anspruch

*****

Happy-End

*****

hierzu passende Filmempfehlungen:

Die Zuflucht

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